Natur

Über die Jahre wurden Tausende von Arbeitsstunden geleistet, um aus der einstigen Kraterlandschaft der Kiesgrube ein grünes Idyll zu machen. Sicher hat auch die Natur kräftig mitgeholfen, aber es ist Fakt, dass nur durch bedachte Pflegemaßnahmen die Artenvielfalt unter und über Wasser erhalten werden kann. Ohne regelmäßigen Rückschnitt der Bäume würden nur noch Weiden stehen und andere Gehölze hätten keine Chance. So findet man auf dem Gelände neben vielen Weidenarten Ahorn, Birke, Eiche, Erle, Haselnuss, Kiefer, Linde, Robinie, Walnuss, Wildkirsche und auch einen Apfelbaum. Besonders im Herbst sind diese Unterschiede gut erkennbar.

 

Vielleicht noch offene Flächen würden von Gras überwuchert und bienenfreundliche Wildkräuter ersticken. Regelmäßige Mäharbeiten sind folglich notwendig. Blutweiderich, Kugeldistel, Wilde Karde, Nachtkerze und Wasserdost sind nur einige der vielen Arten an Blühpflanzen, die von Bienen und Schmetterlingen heimgesucht werden.

Rohrkolben, Schilf, Sumpfschwertlilie und Wasserschwaden säumen den See. Die Blätter der Seerosen und des schwimmenden Laichkrautes sieht man auf der Wasseroberfläche. Unter Wasser findet man das raue Hornkraut, die kanadische Wasserpest und dichtes Nixenkraut.

In der Kiesgrube sind häufig Rehe und Fasane zu finden. Wildschweine haben auch schon mal unser Castinggelände durchwühlt. Fuchs und Dachs (und Nachbar´s Katze) sind unsichtbar, suchen aber auch manchmal unsere Seeterrasse heim, was auf einer Wildkamera zu sehen war. Regelmäßig sind unsere gefiederten Nachbarn zu sehen. Kanada- und Nilgänse sind hier heimisch, fressen aber zu unserem Leidwesen auch unsere Unterwasserpflanzen in den Flachzonen, die für die Fischbrut so wichtig sind. Die Hinterlassenschaften sind dann leider auch überall zu finden. Enten und Blesshühner werden seit letztem Jahr von den Gänsen auch wieder geduldet.

Grau- und Silberreiher sind hin und wieder hier. Milane kreisen über dem See und haben auch schon den ein oder anderen (verendeten?) Fisch geholt. Schwalben sausen im Sommer über die Wasseroberfläche. Ob sie nur Wasser schöpfen oder sich auch den ein oder anderen der vielen Wasserläufer schnappen? Auch der Eisvogel hat hier schon in den Steilwänden öfters gebrütet.

Schon im zeitigen Frühjahr hört man Kröten und wenig später tauchen auch Teichmolche und Frösche in unseren künstlich angelegten Biotopen auf. Und wer beim Spaziergang durch das Gelände sorgsam auf den Boden, vor allem an der sonnigen Hangseite, schaut, kann Zauneidechsen und auch mal eine Ringelnatter erblicken. Bienen und andere Fluginsekten versammeln sich an Kugeldisteln. Am Hang entlang sind viele Brutröhren von Wildbienen im leicht sandigen Boden zu sehen. Glühwürmchen im Sommer runden das Bild ab.

Zusammengefasst kann gesagt werden: Wer Natur genießen will, ist bei uns am See gut aufgehoben.